Eiweißversorgung von Kühen aus heimischer Produktion

Eiweiß spielt in der Kuhfütterung eine wichtige Rolle. Mit 450 Gramm wird der Bedarf einer Milchkuh angesetzt. Um diesen hohen Anteil zu erreichen, wurde bisher Sojaschrott mit seinem hohen Eiweißgehalt verwendet. Die Produktion von Soja in Deutschland spielte bisher kaum eine Rolle, denn die meisten Landwirte bezogen ihren Sojaschrot aus dem Ausland. Allerdings setzt sich der Sojaanbau zunehmend auch im Lande durch. Der Hauptgrund dafür ist, dass in anderen Ländern genmanipuliertes Saatgut eingesetzt wird. Da die meisten Großabnehmer verlangen, dass die Milchbauern keine genverändernden Maßnahmen für die Milchproduktion einsetzen, müssen Landwirte umdenken.

Sojaanbau in Deutschland

Der Sojaanbau war in Deutschland bisher unrentabel. Selbst mit den Transportkosten war der aus dem Ausland importierte Sojaschrot immer noch günstiger als der heimische. Doch auch das Landwirtschaftsministerium hat sich aufgrund der veränderten Bedingungen darüber Gedanken gemacht und beginnt, Zuschüsse für den Sojaanbau auszuschütten. Damit steht den Milchbauern eine neue Quelle für die Deckung des Eiweißbedarfs zur Verfügung. Doch Soja ist nicht das einzige <a href="http://www.agrarnetz.com/thema/heimische-eiweissfuttermittel">heimische Eiweißfuttermittel</a>. Auch Raps enthält einen hohen Anteil an Eiweiß und kann deshalb eine Alternative zu Soja sein.

Raps als Alternative zu Soja

Der Nachteil von Raps liegt allerdings darin, dass die enthaltenen Proteine schlechter verdaulich sind. Damit die Kühe ausreichend Proteine über die Nahrung aufnehmen können, müssen deshalb bei einer Rapsfütterung die Mengen erhöht werden. Dennoch beginnt sich Raps als Kuhfutter immer mehr durchzusetzen, ohne dass die Kühe und vor allem die Kälber unterversorgt sind. Unter "http://www.agrarnetz.com/thema/milchkuehe"http://www.agrarnetz.com/thema/milchkuehe finden Interessierte weitere Hinweise zur Fütterung von Kühen mit heimischen Eiweißprodukten.