Kaffee ist gut gegen Alzheimer

Wie die Times of India berich­tet, könnte sich der Kaf­fee­ge­nuss als eine wich­tige von vie­len pro­phy­lak­ti­schen Maß­nah­men – wenn es sie denn gibt – zum Schutz vor der Alzheimer-Krankheit her­aus­stel­len. Ein inter­na­tio­na­les For­scher­team, dar­un­ter Prof. Dr. Christa Mül­ler von der Uni­ver­si­tät Bonn, hat näm­lich einen Wirk­stoff ent­wi­ckelt, der vom Kof­fein abge­lei­tet ist und jene Rezep­to­ren an den Ner­ven­zel­len im Gehirn blo­ckiert, die die gefürch­tete Demenz­krank­heit aus­lö­sen. Das lang­fris­tige Ziel sol­cher For­schungs­ar­bei­ten ist die Ent­wick­lung neuer Medi­ka­mente gegen die Alzheimer-Krankheit.

Die Stu­die wurde i Neu­ro­bio­logy of Aging veröffentlicht.


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Moderater Kaffeekonsum kann vor Alzheimer schützen – das zeigt eine aktuelle Untersuchung, die kürzlich anlässlich des Europäischen Alzheimerkongresses präsentiert wurde. Drei bis fünf Tassen Kaffee täglich reduzieren das Alzheimer-Risiko demnach um bis zu 20 Prozent.

Für diese Wirkung verantwortlich sind die in Kaffee enthaltenen sogenannten Polyphenole, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, sowie Koffein. Beide Inhaltsstoffe reduzieren Entzündungen und verringern den Verfall von Gehirnzellen, insbesondere in Gehirnarealen, die mit dem Gedächtnis in Verbindung gebracht werden.

Das Koffein hemmt zusätzlich auch das Entstehen amyloider Plaques zwischen den Neuronen im Gehirn. Diese Ablagerungen sind maßgeblich an Alzheimer beteiligt. Koffein wirkt auch schädlichen Veränderungen von Gehirnzellen entgegen.

Eine finnisch-schwedische Langzeitstudie zeigt ebenfalls, dass Kaffeetrinker deutlich seltener an Alzheimer erkranken. Schwarztee hatte hingegen keine Auswirkungen auf die spätere Demenz-Gefährdung.

In der Studie verfolgten die Forscher die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 1400 Menschen über durchschnittlich 21 Jahre. Diese Entdeckung könnte auch Einfluss auf die Entwicklung neuer Therapien haben sowie das Verständnis der Krankheitsmechanismen verbessern.

Koffein in der Menge von zwei Tassen Filterkaffee oder drei Tassen Espresso konnte in der Studie das Erinnerungsvermögen steigern. Eine andere niederländische Studie belegt, dass bei täglich drei Tassen Kaffee außerdem der geistige Abbau langsamer verläuft als ohne Kaffeegenuss.

Stärkt das Gedächtnis. Eine weitere Studie zeigt, dass Koffein allgemein dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen kann. Forscher der Johns Hopkins Universität von Baltimore in den USA fanden heraus, dass der Konsum von Kaffee Erinnerungen fördert.

Mehr Energie. Dass Kaffee Müdigkeit reduziert und die Energielevel auffüllt, ist für viele der wichtigste Grund, ihn zu trinken. Das Koffein im Kaffee gelangt nach der Aufnahme über den Magen in die Blutbahn und weiter ins Gehirn, wo es die Rezeptoren für den Neurotransmitter Adenosin blockiert.
Dadurch steigt die Menge anderer Neurotransmitter an, was zu einem verstärkten Feuern von Neuronen und damit zu mehr Energie führt. Die Wirkung des Koffein im Gehirn führt auch dazu, dass Wachheit, Reaktionszeit sowie die generelle kognitive Leistungsfähigkeit besser werden.

Sportliche Höchstleistung. Koffein stimuliert nicht nur das Nervensystem, es erhöht auch den Adrenalin-Level im Blut. Der Körper ist dadurch bereiter für intensive körperliche Aktivität.

Eine skandinavische Studie zeigt beispielsweise, dass die physische Leistungsfähigkeit nach Kaffeekonsum im Durchschnitt um rund elf Prozent ansteigen kann. Wer eine halbe Stunde vor dem dem Sport eine Tasse Kaffee trinkt, kann neben der sportlichen Leistung mit der Kombination Kaffee und Kohlenhydrate auch Ausdauer, Zielgenauigkeit und Feinmotorik steigern.

Schützt vor Depression. Eine Harvard-Studie konnte belegen, dass Frauen, die täglich vier oder mehr Tassen Kaffee trinken, ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Ausgewertet wurden Daten von mehr als 50.000 Amerikanerinnen über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Für entkoffeinierten Kaffee konnte kein Zusammenhang mit dem Auftreten von Depressionen gezeigt werden. Allerdings räumen die Forscher ein, dass auch eine andere Erklärung möglich wäre: Es könnte sein, dass Menschen mit gedrückter Stimmung weniger Kaffee trinken, um durch das Koffein die für die Depression typischen Schlafprobleme nicht auch noch zu verschärfen.

Trotz Bluthochdruck kein Verzicht. Die Annahme, dass Kaffee den Blutdruck in die Höhe treibt, ist weit verbreitet. Tatsächlich steigt der Blutdruck kurz an, wenn man eine Tasse Kaffee trinkt. Dies gilt besonders für Personen, die selten oder gar keinen Kaffee trinken. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, bei dem haben ein oder zwei Tassen kaum einen Effekt auf den Blutdruck.

Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, sollten Kaffee aber in Maßen trinken. Eine Schweizer Studie besagt, dass eine Tasse Kaffee am Tag bei Nichtrauchern auf Dauer den Blutdruck sogar senken kann – auch wenn unmittelbar nach dem Genuss ein kurzer Anstieg zu verzeichnen ist. Bei Rauchern "vernebelt" der Rauch diesen schützenden Effekt des Kaffees.

Krebsvorbeugend. Regelmäßiger Kaffeegenuss kann das Risiko für bestimmte Krebsarten reduzieren. Bisher konnte in Studien ein präventiver Effekt für Leber-, Darm- und Rachenkrebs nachgewiesen werden. Auch vor aggressivem Prostatakrebs und Hirntumoren kann Kaffee schützen.

Kaffeetrinker, die täglich mindestens vier Tassen konsumieren, haben beispielsweise laut einer Studie der Universität von Utah in Salt Lake City im Vergleich zu Abstinenzlern ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Tumore in der Mundhöhle oder im Rachenraum. Für Tee und koffeinfreien Kaffee konnte dieser Effekt nicht gezeigt werden.

Reduziert Diabetes. Koffeinhaltiger, aber auch entkoffeinierter Kaffee können das Risiko für Typ-2-Diabetes signifikant reduzieren. Die positiven Wirkungen sind auf die Kombination von Inhaltsstoffen im Kaffee zurückzuführen.

Kaffee hat einen positiven Einfluss auf die Glukose-Toleranz sowie den Blutzuckerspiegel. Und Koffein stimuliert die Insulin produzierenden Zellen. Unterschiedliche Studien kommen zu dem Schluss, dass Menschen, die täglich eine Tasse Kaffee trinken, ein um sieben Prozent geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes haben als solche, die keinen Kaffee trinken.